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BDI BioDiesel-Anlage von SARIA und DAKA erzeugt BioDiesel der 2. Generation

19.09.2008

BioDiesel aus tierischen Fetten
In der aktuellen SARIA News wird über das zukunftsweisende Gemeinschaftsprojekt der Experten für Tierkörperverwertung, SARIA und DAKA berichtet. Eine Multi-Feedstock-Anlage für BioDiesel aus tierischen Fetten.

Biodiesel aus tierischen Fetten ist Biodiesel der 2. Generation

Am 31. März 2008 wurde im dänischen Løsning die Biodieselanlage der Daka a.m.b.a. Biodiesel in Betrieb genommen. Die Anlage wird jährlich 50.000 Tonnen Fettmethylester produzieren und dem dänischen und europäischen Transportverkehr zur Verfügung stellen. Errichtet wurde die Anlage als Gemeinschaftsprojekt von DAKA und SARIA. DAKA ist ein bedeutender europäischer Verwerter tierischer Nebenprodukte mit Aktivitätsschwerpunkten in Dänemark und Schweden. Die Besonderheit ist, dass Tierfette als Rohstoffe zum Einsatz kommen, die als Reste der landwirtschaftlichen Vieh- und Fleischproduktion anfallen. Ohne in irgendeiner Weise von der zuletzt vehement geführten Diskussion um die Konkurrenz von Nahrungsmittel- und Biokraftstoffproduktion betroffen zu sein, wird in dieser Anlage ein Biokraftstoff produziert, der eine hervorragende CO2-Bilanz aufweist: Fast 80 % der CO2-Emissionen werden gegenüber der Verwendung von Dieselkraftstoff eingespart und damit fast das Doppelte der bereits guten Bilanz, die der Biodiesel aus Raps aufweist. Erfreut zeigte man sich über die lobenden Worte der EU-Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel, die eigens zur Inbetriebnahme nach Løsning gekommen war. Sie lobte die hervorragenden Klimaschutzeigenschaften des Fettmethylesters und bestätigte, dass die Nutzung von Reststoff en der Landwirtschaft für die Produktion von Biokraftstoffen genau dem entspricht, wie sich die EU-Kommission die weitere Entwicklung der Biokraftstoffförderung vorstellt. Bei der Eröffnung war auch die aktuelle Biokraftstoffdebatte ein Thema. Klare Worte hatte die EU-Agrarkommissarin bereits früher gefunden. Genau diese kamen jetzt wieder zur Sprache, als deutliches Zeichen, dass sich die EU-Kommission nicht durch kurzfristig und einseitig orientierte Diskussionen von dem Weg zur Verbesserung der Klimasituation auch durch die Förderung von Biokraftstoffen abbringen lassen wird. Die anwesenden Vertreter der RETHMANN-Gruppe nahmen die Eröffnung des dänisch-deutschen Gemeinschaftsprojekts zum Anlass, die EU-Kommissarin nachdrücklich darauf hinzuweisen, dass gerade der von ihr zurecht gelobte Biodiesel der 2. Generation aus tierischen Reststoffen in Deutschland - zum Schaden der deutschen Land- und Fleischwirtschaft nicht produziert und verwendet werden kann. So wird er seit dem 1. Januar 2007 von der Verwendung als Reinkraftstoff ausgeschlossen, da Fettmethylester zwar die europäische Biodieselnorm erfüllt, wegen eines für seinen Einsatz nicht relevanten Kriteriums nicht jedoch die deutsche Biodieselnorm, die Anfang 2007 verpflichtend wurde, um Palmbiodieselimporte zu verhindern. Daneben werden große Teile der verwendbaren Reststoffe in Deutschland konträr zu den Forderungen der EU und der Praxis der anderen europäischen Länder nicht als Biomasse anerkannt und können nicht als Grundstoff für die Biodieselproduktion genutzt werden. Zudem wurde gesetzlich festgelegt, dass ab 2012 überhaupt keine Tierfette mehr Verwendung in der Biodieselproduktion in Deutschland finden dürfen. Der SARIA-Vorstandssprecher Dr. Kurt Stoffel rief bei dieser Gelegenheit Frau Fischer Boel auf, im Sinne der deutschen Land- und Fleischwirtschaft, aber vor allem auch im Sinne der europäischen Umwelt- und Agrarpolitik, die Bundesregierung auf diese Fehlentwicklungen der deutschen Gesetzgebung hinzuweisen und auf zügige Änderung zu drängen. 

Norbert Rethmann, Aufsichtsratsvorsitzender der RETHMANN AG & Co. KG (l.) und der  Vorstandssprecher der SARIA Bio-Industries AG & Co. KG, Dr. Kurt Stoffel (r.) mit der EU-Agrarkommissarin Mariann Fischer Boe
Norbert Rethmann, Aufsichtsratsvorsitzender der RETHMANN AG & Co. KG (l.) und der Vorstandssprecher der SARIA Bio-Industries AG & Co. KG, Dr. Kurt Stoffel (r.) mit der EU-Agrarkommissarin Mariann Fischer Boe

Daka Opening

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Sigmund Heinrich
Unternehmenskommunikation

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Fax: +43 / 316 / 4009-110
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