bioCRACK

BDI bioCRACK ist ein weltweit einzigartiges Verfahren zur Produktion von Biotreibstoffen der zweiten Generation

Seit 2010 wurde die innovative bioCRACK-Technologie wesentlich durch die kooperative Zusammenarbeit zwischen dem Mineralölkonzern OMV und der BDI vorangetrieben. OMV unterstützte das Projekt dabei durch Ressourcen und Weiterverarbeitung der Produkte sowie die Bewertung der flüssigen Rohstoffe.

Ausgezeichnet mit dem VERENA Award 2016

Bitte richten Sie Ihre Anfrag an sales@bdi-bioenergy.com

bioCRACK-Technologie

Im patentierten bioCRACK-Verfahren wird feste Biomasse (z.B. Holz oder Stroh) durch sogenannte Flüssigphasen-Pyrolyse in einem heißen Trägeröl bei Temperaturen bis 400°C und Atmosphärendruck anhand von Pyrolyse-Reaktionen in kurzkettige Kohlenwasserstoffe umgesetzt und verflüssigt.

Aufgrund der Wechselwirkung zwischen Biomasse und Wärmeträgeröl entstehen Kohlenwasserstoffe mit hoher Wasserstoffsättigung, die sowohl aus dem Trägeröl selbst, als auch aus der Biomasse stammen. Dieser innovative Ansatz gewinnt erst durch ein entscheidendes technisches Detail an wirtschaftlicher Bedeutung:
Beim bioCRACK-Prozess wird als Trägeröl ein kostengünstiges Zwischenprodukt aus der Erdöl-Raffinerie (Vacuum Gas Oil – VGO) eingesetzt. Bei dieser Verarbeitung wird VGO jedoch nur zu geringen Teilen in Diesel und vermehrt in kurzkettiges Benzin umgesetzt, welches in Europa nicht in dieser Menge abgesetzt werden kann und folglich exportiert werden muss.

Ein wesentlicher Vorteil der bioCRACK-Technologie liegt in der Erhöhung der Dieselproduktion aus VGO. Wir bieten diese einzigartige, patentierte Technologie für Mineralöl-Raffinerien zur Generierung von Biotreibstoffen der zweiten Generation.

Wesentliche Vorteile:

  • Realisierung mit geringem technischen Aufwand sowie kostengünstiger Betreibung
  • Hohe Rohstoffflexibilität und schnelle Umsetzung
  • Direkte Einspeisung des Produkts in die Raffinerie
  • Direktvertrieb des produzierten Treibstoffs über bestehende Vertriebsschienen
  • Green House Gas-Saving (GHG-Saving) von nachweislich bis zu 85 Prozent laut einer Studie des Joanneum Research 2015
  • Energetische Verwertung oder Weiterveredelung zu Wertprodukten von Nebenprodukten wie Schwachgas und Pyrolyse-Produkte (Pyrolyse-Öl, Kohle)
Referenzen

Kooperation mit der österreichischen Mineralölkonzern OMV
Pilotanlage zur Gänze in die OMV-Raffinerie integriert

  • Projektdauer: Anfang 2012 – Ende 2014
  • Projektkosten: 7 Millionen Euro (inkl. staatliche Förderung vom Österreichischen Klima- und Energiefonds)
  • Rohmaterialien: lignozellulosehaltige Biomasse, VGO
  • Eingangskapazität: 2,4 Tonnen Biomasse pro Tag
  • Ausgangskapazität: 500 Tonnen Treibstoff der zweiten Generation pro Jahr
  • Produkte: Rohdiesel, Bio-Kohle, Bio-Öl

 

Entdecken Sie in diesem interessanten Video der OMV die bioCRACK-Anlage in Wien

BDI bioCRACK